Mäßiger Alkoholkonsum senkt Schlaganfallrisiko

Mäßiger Alkoholkonsum senkt Schlaganfallrisiko

Eine neue Studie aus Stockholm läßt aufhorchen: hier wurde untersucht, wie sich Alkoholkonsum auf das Schlaganfallrisiko auswirkt.

In einer Auswertung mehrerer anderer Studien konnte gezeigt werden, dass mäßiger Alkoholkonsum das Schlaganfallrisiko zwischen 8 und 10% vermindern kann; mäßig heißt in diesem Zusammenhang 1-2 alkoholische Getränke täglich. Es wurde leider nicht unterschieden, welche Alkoholika dabei gemeint sind, es ist jedoch davon auszugehen, dass es nicht hochprozentige Getränke sind, sondern die üblichen, täglich konsumierten Genussmittel wie Bier und Wein, und dabei jeweils als Menge normale Gläser.

Bei größeren Mengen an Alkohol steigt dagegen das Risiko für einen sogenannten ischämischen Insult deutlich an; ebenso kommt es häufiger zu Gehirnblutungen; ob diese dann als Folge von Stürzen im Rahmen eines Alkoholexzesses also Alkoholrausches auftreten oder spontan, konnte in dieser Studie leider nicht differenziert werden.

Insgesamt bestätigt dies die Empfehlung, dass 1 bis maximal 2 Gläser Bier oder Wein pro Tag für den Körper nicht gefährlich sind, ja sogar schützend wirken können; dass 1 Glas Rotwein sich positiv auf das Herzinfarktrisiko auswirkt, war ja bereits bekannt, jetzt sind sogar 1-2 Gläser jeglicher Alkoholart zur Reduktion des Schlaganfallrisikos erlaubt.

Bitte verstehen Sie dies jedoch nicht als generelle Empfehlung für jeglichen Alkoholkonsum, so ist dieser Artikel sicher nicht zu verstehen. In jedem Falle muß hier eine Einzelfallentscheidung getroffen werden, d.h. Rücksprache mit Ihrem Hausarzt, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Laborwerte für Leber, Pankreas und andere innere Organe. Sicher ist jedenfalls, dass größere Mengen Alkohol (mehr als 2 Glas täglich) keine positiven Wirkungen für den Gesamtorganismus erzielen können, sondern eher schädigend wirken.

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

mit besten Grüßen aus Palma de Mallorca

 

Ihr

Prof. Dr. Andreas Dietz