Das Bauchspeicheldrüsenkarzinom könnte bald auf Platz 2 der Krebstodesursachen vorrücken

Das Bauchspeicheldrüsenkarzinom könnte bald auf Platz 2 der Krebstodesursachen vorrücken

Wie jetzt im Lancet-Journal für Gastroenterologie publiziert wurde, erkranken weltweit ca. 450.000 Menschen am Bauchspeicheldrüsenkrebs, an dem auch die meisten sterben, da derzeit eine effektive Behandlung fehlt. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 60.-70.Lebensjahr, bei Frauen etwas später. In den letzten Jahren stieg die Erkrankungsrate um das ca. 2.3fache  an, was vor allem an der gestiegenen Lebenserwartung der Bevölkerung, auch in den armen Ländern lag.

Als Hauptrisikofaktoren zählen laut Lancetjournal das Nikotin, die gesteigerte Rate an Diabeteserkrankungen, d.h. erhöhten Blutzuckerwerten, und der damit oft verbundenen Fettleibigkeit, einem erhöhten BMI-Index, aber natürlich auch der Alkoholkonsum mit einer vermehrten Rate an chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

Die Diagnose ist sehr schwer zu stellen, da eine körperliche Untersuchung, Blutwerte und Ultraschall nicht ausreichen, da die Bauchspeicheldrüse im Ultraschall oft durch Luftüberlagerung im Dickdarm nicht genügend darzustellen ist. Zur exakten Diagnose wird meist ein Computer- oder Kernspintomogramm benötigt, das vor allem in den armen Ländern nicht zugängig ist. Deswegen ist vor allem hier ein drastischer Erkrankungsanstieg zu verzeichnen.

Generell kann aber durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten, weniger bzw. kein Alkohol, gesunde vitaminreiche Ernährung, regelmäßig Checkupuntersuchungen beim Hausarzt oder Internisten schon viel getan werden, um diese Erkrankung zu vermeiden, bzw. das Risiko daran zu erkranken, deutlich zu vermindern.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem traurigen Thema haben, bitte zögern Sie nicht, mich darauf anzusprechen.

 

Mit herzlichen Grüßen aus Palma de Mallorca

 

Ihr Dr. Andreas Dietz